Club Hanau

Soroptimist International ist die weltweit größte Service-Vereinigung berufstätiger Frauen.  Soroptimist International engagiert sich durch das weltweite Netzwerk der Mitglieder und durch internationale Partnerschaften für Menschenrechte, weltweiten Frieden und ehrenamtliche Arbeit. Der erste Club wurde im Jahre 1930 in den USA gegründet.  Heute gibt es über 3.000 Clubs auf allen Kontinenten. In Deutschland bestehen 200 Clubs mit über 6000 Mitgliedern. 

Soroptimistinnen engagieren sich insbesondere für: 

  • den ungehinderten Zugang zu Bildung und Ausbildung für Frauen und Mädchen sowie Qualifizierung für Leitungsaufgaben
  • die wirtschaftliche Unabhängigkeit und dauerhafte Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen
  • die Verhinderung jeglicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen
  • die aktive Mitwirkung von Frauen bei der Lösung von Konflikten
  • den sicheren Zugang zu ausreichender Ernährung und Trinkwasser
  • die bestmögliche medizinische Versorgung von Frauen
  • die Beseitigung der Folgen von Klimawandel und Umweltkatastrophen unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse von Frauen und Mädchen

 

Imagefilm:

„The World´s Best Kept Secret – 100 Jahre Soroptimist International“

Anlässlich des Jubiläums der weltweiten Dachorganisation veröffentlichen wir mit „The World’s Best Kept Secret – 100 Jahre Soroptimist International“ einen Imagefilm, der das „Geheimnis“ SID lüften soll.

Renate Tewaag, die Präsidentin von SID: „Für viele ist unsere Organisation leider noch ein Geheimnis. Mit dem Film möchten wir das so wertvolle Engagement aller Frauen bei SID würdigen und der Öffentlichkeit zeigen, was wir tun und was wir in der Welt bewegen“. Zum Film auf der SID-Internetseite

Regie führte Ziska Riemann, eine der talentiertesten jungen Regisseurinnen der deutschen Filmszene. Für ihren Film „Electric Girl“ war sie für den SI STAR Filmpreis für Regisseurinnen nominiert. Damit gehört sie zum SI STAR Netzwerk, das Regisseurinnen ins Rampenlicht stellt und bei ihrem Werdegang unterstützt. Der SI STAR wurde 2015 von sieben Medienfrauen im SI-Club Mainz gegründet und wird alle zwei Jahre unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Berlinale verliehen.

Inzwischen sind 20 SI-Clubs aus ganz Deutschland am SI STAR beteiligt: Die Clubs aus Rheinland-Pfalz, Berlin und Potsdam, sowie Augsburg, Frankfurt, Göttingen und Wiesbaden.

 

Mehr als nur ein Signal: Die Quote kommt – auch ein Erfolg der Kampagne #Ichwill

Endlich ist es fix: Die Bundesregierung hat am 6. Januar 2021 die Frauenquote für Unternehmensvorstände beschlossen.

Der lang umstrittene und heiß diskutierte Gesetzentwurf sieht vor, dass in Vorständen börsennotierter und paritätisch mitbestimmter Unternehmen
(> 2.000 Beschäftigte) mit mehr als drei Mitgliedern mindestens ein Spitzenposten mit einer Frau besetzt werden muss. In Vorständen von Krankenkassen und Sozialversicherungsträgern müssen in jedem Fall unterschiedliche Geschlechter vertreten sein, sofern der Vorstand aus mehr als einer Person besteht.

Die Quote kommt! Wir begrüßen den Kabinettsbeschluss zum FüPoG II (Führungspositionen-Gesetz), das das seit 2016 geltende Quotengesetz, in dessen Mittelpunkt eine Frauenquote von 30 Prozent für Aufsichtsräte steht, verstärken soll. Dieser Schritt ist ein bedeutungsvoller Meilenstein im Hinblick auf die Gleichberechtigung und war längst überfällig. Die vergangenen Jahre haben eindringlich gezeigt, dass Freiwilligkeit bei diesem Thema nicht funktioniert. Einer Studie zufolge zählt bisher fast die Hälfte der börsennotierten Unternehmen (44 Prozent), für die eine Frauenquote künftig relevant wird, derzeit kein (!) weibliches Mitglied im Führungsgremium. Die neue Regelung ist also mehr als nur ein Signal. Der Staat gibt nun vor, dass sich in den Vorständen von Unternehmen auch Frauen befinden müssen. Die Gleichberechtigung in der Wirtschaft wird folglich endlich verbindlicher.

Und doch kann dies nur ein erster Schritt sein. Denn noch wird die gesetzliche Verpflichtung zunächst nur für ca. 100 Unternehmen, die börsennotiert sind und der paritätischen Mitbestimmung unterliegen, gelten. Eine ECHTE Frauenquote würde eine klare prozentuale Verteilung der Geschlechter in Führungsgremien festschreiben. Auch im internationalen Vergleich schneidet Deutschland bei den gesetzlichen Regeln für mehr Frauen in Führungspositionen weiterhin relativ schlecht ab. Die Vorstandsquote ist also ein wichtiger Schritt, aber ein kleiner. Wir werden uns weiter engagieren und auch die Kampagne #Ichwill unterstützen, zu deren prominenten Vertreterinnen u.a. Janina Kugel, Nora Bossong, Prof. Jutta Allmendinger (Preisträgerin Soroptimist Deutschland Preis 2012), Sigrid Nikutta, Natalia Wörner und Maria Furtwängler (eine der Soroptimist Deutschland Preisträgerinnen 2021) gehören.

In diesen außergewöhnlichen Tagen (mit Blick auf die Unruhen in den USA) ist es auch nochmal wichtig zu betonen: Basis für die Einführung der Frauenquote, die Wahrung der Frauenrechte und die Förderung der Gleichstellung ist immer eine FRIEDLICHE gewaltfreie Demokratie. Dieses hohe Gut sollten wir Tag für Tag wertschätzen und bewahren!
08.01.2021
Dr. Renate Tewaag
Präsidentin Soroptimist International Deutschland 2019 – 2021

 

 


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